Die Motorradreise richtig vorbereiten
Die Landschaft rechts und links an sich vorbeiziehen sehen, die Kraft der Maschine unter sich spüren und dieses einzigartige Gefühl der Freiheit auf der Straße genießen: Eine Motorradreise ist ein schönes Erlebnis, das man nie mehr vergessen wird. Doch damit diesem Erlebnis nichts im Wege steht, sollte man bei der Reiseplanung nichts dem Zufall überlassen. Die Routenplanung, der Check der Maschine und die richtige Beladung sind die Pflicht vor der Kür.
Ohne das Motorrad keine Motorradreise. Die Maschine muss in einwandfreiem Zustand sein, wenn man mit ihr glücklich durch die Lande brummen möchte. Wer nicht grade ein niegelnagelneues Motorrad in der Garage stehen hat, der sollte es am besten schon Wochen vor der Reise regelmäßig auf längeren Strecken fahren. Denn nur so kommt man kleinen Defekten auf die Spur. Außerdem testet man auf solchen Fahrten schon einmal die Bepackung und gewöhnt sich an die veränderten Fahreigenschaften der beladenen Maschine. Wer erfahrener Bastler ist, der checkt bei seinem Bike selber das Reifenprofil sowie den Ölstand, tauscht nötigenfalls die Antriebskette aus, checkt die Bremsen, die Bremsflüssigkeit und die Bremsbeläge sowie die Beleuchtung. Federbeine und Telegabel, die Beleuchtungsanlage sowie die Scheinwerfer müssen ebenfalls überprüft werden.
Die Maschine: Motorcheck und Reinigung
Auch die gründliche Reinigung der gesamten Maschine gehört zur Reisevorbereitung. Hierfür werden besonders stark verschmutzte Partien mit einem feuchten Schwamm und einem speziellen Reinigungsmittel eingeweicht. Nach ein paar Stunden lässt sich der Dreck mit einem Hochdruckreiniger vorsichtig abspülen. Das blitzeblank geputzte, in der Sonne glänzende Bike wird nun zum ersten Mal probeweise beladen. Jetzt wird der Reifendruck überprüft sowie Dämpfung und Federvorspannung entsprechend eingestellt. Die Scheinwerfer müssen bei einer vollen Beladung möglicherweise nachjustiert werden. Wer zum ersten Mal ein Motorrad für eine längere Tour vorbereitet, der sollte die Maschine eventuell sogar wiegen.
Die Planung der Reiseroute
Ist das Bike klar, dann geht es an die Streckenplanung. Hierbei sind Navigationssysteme ein Segen. Denn anders als bei der Planung mit der guten alten Landkarte werden einem dabei die Längen der geplanten Tagesetappen genau berechnet. Das hilft einen der häufigsten Fehler von Motorradreisenden zu vermeiden: Zu lange Tagesstrecken. Motorradfahren erfordert nicht nur eine anhaltend hohe mentale Konzentration, sondern es verlangt auch dem Körper einiges ab. Deswegen gilt für Biker, mehr noch als für Autofahrer, lieber zu wenige als zu viele Kilometer am Tag zu fahren. Maximal 700 Kilometer auf Autobahnen und auf Bundes- oder Landstraßen entsprechend weniger sollten die Tagesetappen messen. Wer gar Gebirgsstrecken mit Serpentinen oder Schotterpisten einplant, der sollte sich und seiner Maschine nicht mehr als 200 Kilometer am Tag zumuten.